“Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun – können das Gesicht der Welt verändern”

Dieses Sprichwort, das ich als Lied im Kindergottesdienst kennengelernt habe, hat mich bereits sehr früh geprägt. Vermutlich hat es den Grundstein dafür gelegt, in welchem Bereich ich mich nun als Studentin einsetze: Bei der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

Meine Gedanken zu ai

Ist es nicht inspirierend, dass sich über 7 Millionen kleine Leute, in fast allen Ländern der Welt verstreut, in kleinen Schritten für das Mammutthema Menschenrechte einsetzen?
Sie machen die unterschiedlichsten Aktionen, um zu informieren und etwas zu bewegen. Vor allem schreiben die kleinen Leute von ihrem zuhause aus Briefe an die scheinbar so Übermächtigen der Welt. Sie kritisieren diese, wenn sie die Menschenrechte erletzen: Wir sehen, was ihr da macht! Aber wir schauen nicht einfach zu! Wir werden dafür sorgen, dass ihr aufhört. Fast alle arbeiten ehrenamtlich; jeder kann Teil dieser riesigen Bewegung sein. Und es funktioniert: Gefangene kommen frei, Todesstrafen werden aufgehoben, Folter wird beendet. Und ja, Briefe können das bewirken. Wenn hunderttausende Briefe eine ganze Administration lahmlegen und der öffentliche Druck den Ruf des Landes gefährdet, ist es schicklicher, unschuldige Gefangenen freizulassen.
Im Symbol der Amnesty Bewegung zeigt sich der Gedanke hinter diesem Erfolgsprinzip.

Die brennende Kerze, eingewickelt im
Stacheldraht, besagt: Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu  verfluchen. Diese positive Einstellung zu bewahren ist aber nicht immer einfach. Mir hilft der zweite Teil des eingänglichen Sprichworts:
Die kleinen Leute „können nur gemeinsam das Leben bestehen. Gottes Segen soll sie begleiten, wenn sie ihre Wege gehen.“ Der gegenseitige Zuspruch, weiterzumachen und das Wissen, dass Gott einem immer wieder Kraft auf diesem weiten Weg gibt – das lässt mich an die großen Ziele glauben.

Kristina Lallathin

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