Interview mit Hannah Roth, neue FSJ-lerin in der Johannesgemeinde ab September

Frage: Hallo Hannah!

Ab dem 9.9.2020 wirst Du Dein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei uns in der Johannesgemeinde absolvieren. An dieser Stelle schon mal ein herzliches Willkommen, wir freuen uns sehr auf Dich und Deine Mitarbeit in der Gemeinde.

Hannah: Hallo Michael und vielen Dank.

Frage: Wie geht´s Dir aktuell Hannah?

Hannah: Danke, mir geht´s super (hörbar erleichtert). Ich hatte gerade diese Woche meine letzte Prüfung und habe nun das Abitur geschafft (Schwerpunkt: Ernährungswissenschaften). Und jetzt freue ich mich erstmal darauf, etwas ganz anderes zu machen!

Frage: Warum hast Du Dich für ein FSJ entschieden und warum gerade hier in der Johannesgemeinde?

Hannah: Nun ja, ich wollte nach der Schule auf keinen Fall direkt eine Ausbildung beginnen oder studieren, sondern erstmal nen paar neue, spannende und auch praktische Lebenserfahrungen sammeln. Im Vorfeld habe ich mich mit vielen Bekannten unterhalten, wie etwa früheren FSJ-lern oder unserem Gemeindediakon Frederik Lowin. Auf die anstehenden Aufgaben wie z.B. die soziale Arbeit mit Kindern und Senioren freue ich mich schon ungemein.

In der Johannesgemeinde bin ich groß geworden, wurde dort auch konfirmiert und bin nun seit sechs Jahren Betreuerin und Mitorganisatorin der Kindergottesdienste.

Frage: Wie kam es dazu, dass Du unserer Gemeinde auch nach Deiner Konfirmation als aktives Mitglied erhalten bliebst?

Hannah: Ich hatte ja eine feste Aufgabe übernommen, wo man mich brauchte und an der ich viel Spaß hatte (Kindergottesdienste). Dort werden in einem kleinen Team jede Woche die Kindergottesdienste vorbereitet und die Lithurgie mitgestaltet. Ferner spiele ich dort manchmal Gitarre oder lese den Kindern Geschichten vor.

Frage: Dein Vater Klaus Roth war 18 Jahre Mitglied und zeitweise auch Vorsitzender des Kirchenältesten-Kreises unserer Gemeinde. Hat sein Wirken Deine Entscheidung irgendwie beeinflusst?

Hannah: Ja, das hat´s sicher. Die Treue meines Vaters zur Gemeinde und diesem Amt hat mich auf jeden Fall beeindruckt und da ist er mir ein Vorbild. Aber auch meine Mutter hat hier ihren Beitrag. Sie hat mich schließlich ermuntert, mich auf die FSJ Stelle zu bewerben.

Frage: Hannah, wie würdest Du Dich selbst beschreiben, was sind Deine Interessen?

Hannah: Ich halte mich für einen Menschen, dem Gemeinschaft und soziale Kontakte sehr wichtig sind, sei es nun zu Kindern oder auch zu Erwachsenen bzw. im Besonderen zu Senioren. Freunde sagen von mir, dass ich außerdem schlagfertig und ziemlich ehrgeizig sei. Nun, die müssen es ja wissen 😉 Ansonsten liebe ich es zu musizieren und zu singen.

Seit wenigen Wochen nimmt mich zudem unser neues Familienmitglied Amadeo ganz schön in Beschlag. Er ist ein Lagotto Romagnolo, eine italienische Wasserhunderasse mit sehr ausgeprägtem Bewegungsdrang.

Frage: Welche Erwartungen hast Du an Deine Zeit in der Johannesgemeinde?

Hannah: Ich freue mich schon auf die Besuche bei unseren älteren Gemeindemitgliedern; ich bin einerseits neugierig, deren Geschichten von früher zu hören, weiß andererseits aber auch, wie einsam viele sind und möchte etwas gemeinsame Zeit mit ihnen teilen. Darüber hinaus hoffe ich, dass ich ab und zu mal in die Grundschule mitgehen und dort dem Religionsunterricht beiwohnen darf.

Neugierig bin ich ferner auf die Teilnahme an dem Konfirmationsunterricht und die Fortführung und Intensivierung meiner Arbeit für den Kindergottesdienst.

Frage: Wie denkst Du, wird die Pandemie Deine Arbeit beeinflussen?

Hannah: Wir haben alle hautnah mitbekommen, dass viele Veranstaltungen von heute auf morgen in der bekannten Form einfach weggefallen sind, es gab plötzlich keine normalen Gottesdienste mehr, die Möglichkeiten für persönliche soziale Kontakte waren plötzlich stark eingeschränkt.

Die Entwicklung eines alternativen Gottesdienstprogramms wie Onlineandachten war und wird auch weiterhin sehr anstrengend sein. Einerseits stimmt es mich traurig, dass wir z.B. kein traditionelles Erntedankfest begehen können und doch bin ich zugleich auch zuversichtlich. So gibt es mittlerweile bspw. immerhin wieder einen Konfirmantenunterricht, natürlich unter Einhaltung der Hygienevorgaben.

Frage: Hast Du eigentlich schon Pläne für die Zeit danach? Und wenn ja, verrätst Du sie uns?

Hannah: Na klar, ist kein Geheimnis. Ein großes Interesse gilt dem Beruf der Hebamme, das kann man an einer dualen Hochschule studieren. Im Übrigen habe ich auch schon mal ein Praktikum in dem Bereich gemacht, und durfte dort sogar mal bei einer Geburt dabei sein. Eine Alternative wäre ein Studium auf Grundschullehramt (ev. Reli, Musik, Deutsch). Wir werden sehen…

Frage: Willst Du vielleicht zum Abschluss noch was loswerden?

Hannah: Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zeit und die Zusammenarbeit mit den haupt- und ehrenamtlichen Gemeindegliedern und natürlich auch allen übrigen Gemeindemitgliedern und mein Ziel ist, als Persönlichkeit an dieser FSJ-Aufgabe weiter zu wachsen.

 

Lieben Dank für das Gespräch Hannah und auf bald!

Das Interview mit Hannah Roth führte Michael Falak, Mitglied des Kirchenältestenrates

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