Einiges wird sich in der Evangelischen Kirchengemeinde Ettlingen in den kommenden Jahren verändern. Die Evangelischen werden weniger – nicht nur bundesweit und in der Badischen Landeskirche, sondern auch im Kirchenbezirk KA-Land und bei uns in Ettlingen. Das liegt an den Kirchenaustritten und daran, dass mehr Menschen beerdigt als Kinder getauft werden.
Jeder Kirchenaustritt schmerzt und hat in der Summe Folgen – und jeder Kircheneintritt freut uns!


Was heißt das konkret?
Wir sind in einem Umstrukturierungsprozess, der voraussichtlich folgendes bedeuten wird:

  • von drei Pfarrstellen wird in spätestens zehn Jahren eine wegfallen
  • von den Kirchen und Gemeindehäusern in Ettlingen können langfristig nur 30-50 Prozent erhalten werden
  • die drei Pfarreien Johannes, Paulus und Luther werden deshalb ganz neu strukturiert werden und wahrscheinlich eine ganz neue Form finden.

Man muss sich überlegen, wie dann die Arbeit so aufgestellt wird, dass sie nahe bei den Menschen ist und wie neue Wege gegangen werden Das sind harte Einschnitte, die viel für unsere kirchliche Arbeit auch vor Ort bedeuten.
Wir überlegen die ganze Zeit in unserem Umstrukturierungsprozess, wie wir das Ganze nicht nur als Reduktion begreifen können, sondern als eine „geistliche Aufgabe“ – das heißt, wie wir es vom Glauben
Veränderungen in der Evangelischen Kirchengemeinde Ettlingen her so angehen können, dass es nicht einen resignativen Charakter trägt, sondern dass es -trotz allem Schwierigen – von der Kraft des Glaubens getragen ist und dass wir die Menschen hier vor Ort nicht aus dem Blick verlieren.
Ich glaube auch, wer in unsere Gottesdienste kommt, spürt nichts von Resignation, sondern von der Zuversicht, die das Evangelium schenkt. Dennoch wird der Weg, der vor uns liegt, „kein leichter sein“
– und ich bitte alle, sich mit unterzuhaken und uns zu unterstützen.


Kircheneintritt – wie geht das?
Zum Glück gibt es jeden Monat auch Menschen, die wieder in die Kirche eintreten.
Wie funktioniert das?
Ganz einfach – es gibt ein sehr nettes Gespräch mit dem Pfarrer, in dem es einfach um ein Kennenlernen geht. Man füllt ein Formular aus – fertig. Der Ältestenkreis beschließt den Kircheneintritt noch formal.
Wer möchte, bekommt noch einen persönlichen Segen – das empfinden viele als einen besonders schönen Moment. (Man muss aber nicht austreten und wieder eintreten, um diesen persönlichen Se-
gen zu bekommen!) Letzten Monat sagte eine junge Frau:
Auch wenn ich mich schon vorher in den Gottesdiensten immer willkommen gefühlt habe – jetzt gehöre ich wieder ganz dazu!“

Pfr. Andreas Heitmann

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